Der Verband Kinder- und Jugendarbeit
Titelbild: Christian Ganzer

 

Liebe Leserinnen und Leser!

Neben der Debatte um die Weiterentwicklung der Jugendhilfe hier in Hamburg durch eine Enquete-Kommission beschäftigte uns und viele andere Fachleute in den letzten Monaten der Reformprozess unseres Bundesgesetzes SGB VIII. Nachdem im März letzten Jahres ein sogenanntes Eckpunktepapier veröffentlicht wurde, nahm die Fachöffentlichkeit mit Verwunderung und Kritik die im August folgende „erste Arbeitsfassung“ des Gesetzesentwurfs zur Kenntnis, die den Verbesserungsabsichten des Eckpunktepapiers nicht im Ansatz gerecht wurde und statt wie angekündigt „vom Kinde her“ doch eher vom Staat her gedacht war. Das hatte vielleicht auch mit dem Verfahren zu tun: Noch nie wurde die Fachwelt im Vorfeld so wenig beteiligt wie in diesem Fall und gab es so viel „Munkeln“ darüber, ob und wann der für Herbst angekündigte Referentenentwurf nun endlich käme. Ende März kam er dann überraschend doch noch – nach unserem Redaktionsschluss, weshalb wir in diesem Heft einigen Gedanken dazu Raum geben, im kommenden noch Weiteren.

Für den Kooperationsverbund OKJA legt Moritz Schwerthelm dar, wie diese vom neuen Gesetz betroffen wäre und sieht ihren spezifischen Auftrag zur demokratischen Bildung gefährdet. Ob die Reform des Kinder- und Jugendhilfegesetzes das Ende oder die Wende einer Erfolgsgeschichte werden wird, und welche Diskurse unter breiter Beteiligung für eine fundierte und akzeptierte neue Gesetzesgrundlage zu führen wären, führt Wolfgang Hammer aus.

Die Zusammensetzung und den Arbeitsauftrag der Hamburger Enquete-Kommission erläutert Karen Polzin im Anschluss und auch, wieso ein zivilgesellschaftliches Bündnis ihre Arbeit kritisch begleitet. Auch Peter Marquardt postuliert vom Kind und seinen Rechten aus betrachtet Weiterentwicklungsbedarfe in der Jugendhilfe und zeigt u.a. auf, wie im Rauhen Haus ambulante mit neu konzipierten kindbezogenen Hilfen kombiniert werden. Mit Holger Stuhlmann, dem neuen Leiter des Amtes für Familie in der Hamburger BASFI sprach die FORUM-Redaktion über seine nächsten Vorhaben und wünscht ihm gutes Gelingen dafür. Wie die provisorische Containerlösung am Hauptbahnhof die gute fachliche Arbeit des KIDS erschwert und in Teilen sogar verunmöglicht berichtete uns Jacqueline Gebhardt. Wir hoffen mit ihr, dass bald eine gute richtige Behausung für die Einrichtung gefunden und gratulieren ihr zum gerade gewonnenen ersten Förderpreis „seelische Gesundheit stiften“.

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