Tag der OKJA 2026
Der Tag der OKJA ist eine bundesweite Kampagne der BAG OKJA. In ganz Deutschland haben Ende September Aktionen stattgefunden, die dazu beitragen konnten, die Bedeutung offener Angebote sichtbar zu machen. In Hamburg haben am 22.09. knapp 40 Einrichtungen und Projekte aus der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, Familienförderung, Jugendsozialarbeit und den SHA-Projekten, ihre Türen für Interessierte, Politik und Besucher*innen geöffnet. Es gab z.B. gemeinsames Essen, Lagerfeuer, Feiern, Siebdruck, Bastel- und Spielangebote, sowie die Möglichkeit die Einrichtungen und Mitarbeitenden kennenzulernen. Wir freuen uns sehr, dass so viele Einrichtungen und Projekte beteiligt waren und die wichtigen Angebote in dem jeweiligen Sozialraum präsentiert haben.
Am 25.09.26 gab es unter dem Motto „Alarmstufe Rot! Entschlossen gegen Kürzungen! Kinder- und Jugendrechte verteidigen!“ eine große Kundgebung auf dem Hamburger Rathausmarkt, mit mehr als 150 Teilnehmenden, darunter auch Politikvertreter*innen. Viele spannende, eindrückliche, entschlossene und solidarische Redebeiträge haben auf die prekäre Situation im Arbeitsfeld der Offenen Arbeit aufmerksam gemacht. Gesprochen haben IVOA, VKJH, ver.di, AK Queere Jugendarbeit, Jugendparlament First Contact e.V., SOAL, Tu was, Hamburg!, unkürzbar sowie drei weitere spontane Redebeiträge von jungen Menschen. Zudem wurden in Einrichtungen über Wochen Aussagen von Kindern und Jugendlichen zur Bedeutung der OKJA auf Plakaten gesammelt, welche am Kundgebungstag an dem Lautsprecherwagen aufgehängt wurden. Außerdem konnten Audioaufnahmen von Nutzenden der Angebote abgespielt werden, die vorab in den Einrichtungen aufgenommen wurden. Zwischen den Redebeiträgen wurden Spiele vom SpielTiger, für alle die Lust hatten, angeleitet.
Mit der Kundgebung konnten wir noch einmal klar Stellung beziehen und deutlich machen, welche Folgen der Abbau, der unverzichtbaren sozialen Infrastruktur hat und haben wird. Schon jetzt werden Einrichtungen und Projekte geschlossen oder gekürzt. Damit gehen Orte verloren, an denen Kinder, Jugendliche und Familien Unterstützung finden, ihre Freizeit gestalten können oder demokratische und politische Bildung erfahren. Vor allem aber gehen Orte verloren, die die Rechte von Kindern, Jugendlichen und Familien stärken, im Blick haben und wenn es nötig ist, verteidigen und durchsetzen.
Um es mit den Worten von einem Protest-Plakat zu sagen: „Jugendarbeit ist Pflicht, kein Luxus!“





Stellungnahme des VKJH e.V.:
Hamburger Kinder- und Jugendarbeit in Gefahr: Zentraler Träger ist in existenzieller Sorge:
VKJH sieht Existenz bedroht – Ohne Finanzierungszusage drohen Aufgabe von Trägerschaften und Verlust wichtiger Strukturen der Jugendhilfe.
Hamburg, 19. Juni 2026
Der Verband für Kinder- und Jugendarbeit Hamburg e.V. (VKJH) warnt vor
einer existenziellen Krise. Ohne eine verbindliche Finanzierungszusage für seine Geschäftsführungs,
Verwaltungs- und Verbandsstrukturen bis Ende Juni sieht sich der Verband nicht mehr in der Lage,
seine Trägerschaften dauerhaft aufrechtzuerhalten. Die Folgen würden weit über den Verband hinausreichen und zentrale Bereiche der Hamburger Kinder- und Jugendhilfe treffen.
Hintergrundinfos können in der PDF heruntergladen werden:
